Ego Updates: Das Internet und die Asymmetrisierung in uns und ohne uns

Datum 22. Februar 2014
Beginn 18:00 Uhr
Ende 18:45 Uhr
Veranstaltung Vortrag und Gespräch
Ort Seitenbühne
Mit Miriam Meckel (Medienwissenschaftlerin, St. Gallen)

Im Internet ist der Mensch endlich er selbst. Die neue Offenheit und Transparenz, die das Netz ermöglicht, zeigt aber nur eine Oberfläche, während die entscheidenden Mechanismen unseres Lebens für viele immer weniger sichtbar und steuerbar werden. Individualität und Eigensinn gehen verloren. Wird das Ich zu einer Applikation der Technomodernisierung? Zur Commodity? Wenn die unsichtbaren Veränderungen unseres Lebens nicht sichtbar gemacht werden, findet die Revolution unserer selbst ohne uns statt.

Moderation: Chris Köver

© Claude Stahel
© Claude Stahel

Miriam Meckel, 1967 geboren, studierte in Münster und Taipei (Taiwan) Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Sinologie, Politikwissenschaft und Jura. Nach dem Studium zog es sie zum Fernsehen, wo sie als Reporterin, Moderatorin und Redakteurin arbeitete, bevor sie von der Universität Münster zur Professorin berufen wurde. Nach einem Abstecher in die Politik als Regierungssprecherin und Staatssekretärin (Europa, Internationales und Medien) beim Ministerpräsidenten des Landes NRW, ging sie 2005 wieder in die Wissenschaft zurück. An der Universität St.Gallen ist sie Direktorin des Instituts für Medien- und Kommunikationsmanagement und Professorin für Corporate Communication. Ihr Buch – „NEXT – Erinnerungen an eine Zukunft ohne uns“ – ist 2011 im Rowohlt Verlag erschienen. Im Herbst 2013 hat sie bei KEIN & ABER, Zürich, ihren Essay „Wir verschwinden – der Mensch im digitalen Zeitalter“ veröffentlicht.

miriammeckel.de
Twitter: @mmeckel

 

 

©  Chris Köver
© Chris Köver

Chris Köver, geboren 1979, lebt in Berlin. Sie ist seit 2008 mit Sonja Eismann und Stefanie Lohaus Chefredakteurin und Verlegerin des von ihnen zusammen gegründeten „Missy Magazine“. Zuvor volontierte sie von 2006 bis 2008 in der Redaktion von „Zeit Online“ und baute das Jugendportal „Zuender“ mit auf. Als freie Autorin für „Die Zeit“, „Neon“ oder „Deutschlandradio“ schreibt sie über die Themen Netz- und Popkultur, über Feminismus und andere soziale Bewegungen oder über Sex – und die politischen Implikationen all dieser Felder. Außerdem arbeitet sie als Trainerin für Journalismus und geschlechtersensible Sprache, u. a. an der Hamburger Akademie für Publizistik. Gemeinsam mit Sonja Eismann veröffentlichte sie zwei Sachbücher für Mädchen im Beltz Verlag. Chris Köver spricht regelmäßig auf Konferenzen zu diesen Themen.

www.missy-magazine.de