Die Macht der Echtzeit: Social Media als künstlerische Intervention

Datum 18. Januar 2014
Beginn 19:30 Uhr
Ende 20:30 Uhr
Veranstaltung Vortrag und Gespräch
Ort Seitenbühne
Mit Geert Lovink (Internet-Theoretiker)

Geert Lovink ist sich sicher: „Das Internet geht nicht mehr weg, es ist da.“ Der einflussreiche niederländische Medientheoretiker hat sich ausgiebig mit der Funktion von im Netz organisierten Gruppen beschäftigt. Er sieht Social Media als definierende Bedingung dafür, wie sich heute die Gesellschaft austauscht und wie sie kommuniziert. In seinem Vortrag wird er unser heutiges Verständnis von digitaler Gemeinschaft aus unserer traditionellen Vorstellung von Gemeinschaft und den virtual communities der 1990er Jahre herleiten und erklären, inwiefern das Herstellen von Verbindungen eine künstlerische Intervention sein kann. Weiterhin gibt er Beispiele für künstlerische Reaktionen auf das Echtzeit-Netzwerken.

© HvA
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Geert Lovink ist Medientheoretiker, Internetkritiker und Autor von „Zero Comments“ (2008) und „Das halbwegs Soziale“ (2012). Seit 2004 forscht er an der School for Communication and Media Design an der Amsterdam University of Applied Sciences (HvA). Von 2004 bis 2013 unterrichtete er im Studiengang New Media an der Fakultät für Medienforschung der Universität Amsterdam.  Das von ihm gegründete und geleitete Institute of Network Cultures organisiert Konferenzen und initiiert Forschungsverbunde zu Politik und Ästhetik von Online-Videos, urbanen Screens, Wikipedia, der Kultur der Online-Suche, zu Verdienstmöglichkeiten im Netz, digitalen Publikationsstrategien und Alternativen zu den bekannten Social Media-Services. Er ist Professor für Medientheorie an der European Graduate School (Saas-Fee) und außerordentliches Mitglied des Centre for Digital Cultures an der Leuphana University (Lüneburg).

networkcultures.org
Twitter: @glovink