Kultur und Überwachung

Datum 30. November 2013
Beginn 15:00 Uhr
Ende 16:00 Uhr
Veranstaltung Workshop
Ort Oberes Foyer (Bornemann Bar)
Mit Michael Seemann

Michael Seemann ist Kulturwissenschaftler und Netztheoretiker, dem auf @mspro 17.000 Profile folgen, und beschäftigt sich seit Jahren mit der Frage, wie und ob wir die Kontrolle über unsere Daten im Netz verlieren. In einem lockeren Gespräch mit Interessierten rollt er die Debatte von ganz vorne auf: Wie hat sich eigentlich unser Privatsphärebegriff seit Jahrhunderten verändert? Was bedeutet es für unsere Vorstellungen von Kultur, wenn die Welt zunehmend aus Daten besteht oder durch Daten abgebildet und festgehalten wird? Welche kulturellen Verhaltensweisen entwickeln sich durch die Präsenz von Überwachungstechnologien? Und warum werden derzeit auf einmal wieder nationale Grenzen im Netz als Lösung hervorgeholt?

© Ralf Stockmann

Michael Seemann
Michael Seemann, geboren 1977, studierte Angewandte Kulturwissenschaft in Lüneburg und lebt in Berlin. Seit 2005 ist er mit verschiedenen Projekten im Internet aktiv und sagt heute von sich, seine Wohnung sei das Internet. Er gründete twitkrit.de und die Twitterlesung, organisierte verschiedene Veranstaltungen und betreibt den populären Podcast wir.muessenreden.de. Anfang 2010 begann er das Blog CTRL-Verlust zuerst bei der FAZ, seit September auf eigene Faust, in dem er über den Verlust der Kontrolle über die Daten im Internet schreibt. Normal bloggt er unter mspr0.de und schreibt unregelmäßig für verschiedene Medien wie RollingStone, ZEIT Online, SPEX, SPIEGEL Online, c’t und das DU Magazin. Er hält Vorträge an Universitäten und wissenschaftlichen Konferenzen zu seinen Themen “Kontrollverlust” im Internet, “Plattformneutralität” und der “Queryology“.